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SoziolinguistikBearbeiten

sozio (lateinisch socius = Gefährte, Genosse, Teilnehmer)

linguistik (lateinisch lingua = Sprache, Zunge)

Die Soziolingistik ist in der Sprachwissenschaft verwurzelt, weist aber starke Bezüge zur Nachbarwissenschaft Soziologie auf, sowohl inhaltlich (Sprache wird als soziales Phänomen betrachtet) als auch methodisch (im Hinblick auf die Theoriebildung und die Nutzung von Empirie). Sie befasst sich also mit Sprachrealitäten unter verschiedenen sozialen Gesichtspunkten.

Geschichte der SoziolinguistikBearbeiten

Bernstein basil

Basil Bernstein

 Die Anfänge der germanistischen Soziolinguistik siin den 60er Jahren sind sehr strak mit dem Namen Basil  Bernstein verbunden. Bernstein geht in seiner soziolinguistischen Theorie davon aus, dass sich aus der sozio-ökonomischen Schichtung einer Sprachgemeinschaft eine entsprechende Differenzierung im sprachlichen Verhalten der Sprecher_innen ergibt. Die zentrale Unterscheidung der Defizittheorie liegt zwischen dem:

(1) elaborierter Code (normaler Sprachgebrauch der Mittel- und Oberschicht) und dem

(2) restringierten Code (Sprachgebrauch der Unterschicht).

Diese sprachliche Unterscheidung wirkt sich, so Bernstein, auch auf den sozialen und wirtschaftlichen Erfolg der Sprecher_innen aus.

Diese Grundideen wurden sowohl in den USA als auch in der Bundesrepublik begeistert aufgenommen. Dennoch regte sich Kritik in der Sprachwissenschaft. Ein bedeutender Vertreter ist der Amerikaner William Labov. Labov kiritisierte neben einigen Punkten der Testanordnung vor allem, dass eine bestimmte Sprach(gebrauchs)form zu einem linguistischen Masstab erklärt wird, der selbst nicht kritisch hinterfragt wird und folglich von den Mitgliedern der Sprachgemeinschaft zur erstrebenswerten Norm erhoben wird. Labov entwicklte auf Grundlage dieser Kritik die Differenztheorie. Diese besagt, dass die Unterschiede nicht als Mangel sondern als Andersartigkeit interpretiert werden sollen.

Soziolinguistik als VarietätenlinguistikBearbeiten

In der neuen Soziolinguistik liegt der Fokus nicht mehr (nur) auf der Schichtzugehörigkeit wie dies in den 60er und frühen 70er Jahren der Fall war. Um ein breiteres und umfassenderes Verständnis der sprachlichen Varitäten zu erfahren, war es notwendig zusätzliche außersprachliche Kategorien zu untersuchen. Dazu gehören:

  • Alter
  • Geschlecht (Gender)
  • Lebenssituationen in städtischen und ländlichen Verhältnissen
  • Berufszugehörigkeit
  • Zugehörigkeit zu politischen oder religiösen Vereinigungen
  • etc.


Bedeutung für die SchuleBearbeiten

Jedes Kind weiß, zumindest implizit, dass es verschiedene Sprachen innerhalb einer Sprache gibt.

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